Umicore vermeldet starke Leistung im ersten Halbjahr 2022

Regional website Germany

Umicore liefert in einem schwierigen Marktumfeld Ergebnisse für das erste Halbjahr, die den Prognosen für das erste Quartal entsprechen, und macht gute Fortschritte bei der Umsetzung der Strategie „Umicore 2030 – RISE“.


Umicore verzeichnet im ersten Halbjahr das zweithöchste Ergebnis in der Unternehmensgeschichte, trotz schwerwiegender Marktdisruptionen, steigender Kosteninflation und eines volatilen Edelmetallpreisumfelds.

Die Umsätze Umicores betrugen in den ersten sechs Monaten 2,1 Milliarden Euro und blieben damit stabil im Vergleich zu den Rekordwerten der ersten sechs Monate des vergangenen Jahres. Das bereinigte EBIT des Konzerns belief sich auf 461 Millionen Euro und das bereinigte EBITDA auf 601 Millionen Euro und lag damit deutlich über dem zweiten Halbjahr des Vorjahres, jedoch unter den Rekordwerten des ersten Halbjahres 2021. Diese Entwicklung spiegelt das ungünstigere Edelmetallpreisumfeld wider und beinhaltet höhere Ausgaben im Zusammenhang mit Innovation und künftigem Wachstum sowie eine allgemeine Kosteninflation.  

Ein starker operativer Cashflow einschließlich eines geringer als erwarteten Anstiegs des Net Working Capital, führte zu einer stabilen Nettofinanzverschuldung von 955 Millionen Euro im Vergleich zu Ende 2021. Dies entspricht dem 0,88-fachen des bereinigten EBITDA über die letzten 12 Monate. Im Einklang mit der Dividendenpolitik wird am 23. August 2022 eine Zwischendividende in Höhe von 0,25 Euro je Aktie gezahlt.

Umicore setzt seine Strategie RISE 2030 aktiv um und hat in der ersten Hälfte des Jahres 2022 wichtige Meilensteine erreicht. Dazu zählen die Unterzeichnung langfristiger Kundenverträge und die Vorbereitung der Präsenz in der nordamerikanischen Wertschöpfungskette im Bereich wiederaufladbarer Batteriematerialien der Business Unit Rechargeable Battery Materials.

Ausblick

Umicore erwartet für das Jahr 2022 eine weitere starke Performance über alle Geschäftsfelder hinweg in einem stark disruptiven Marktumfeld.

Basierend auf der Leistung in der ersten Jahreshälfte und unter der Annahme, dass die Edelmetallpreise für den Rest des Jahres auf dem derzeitigen Niveau bleiben, erwartet Umicore ein bereinigtes EBIT für das Gesamtjahr 2022, das leicht über dem Konsens[1] liegen wird, einschließlich eines Anstiegs der Edelmetallpreise um etwa 220 Millionen Euro gegenüber dem Jahr 2020 (unter Berücksichtigung der Auswirkungen der strategischen Absicherung). Dieser Ausblick umfasst den Gegenwind durch die Kosteninflation von schätzungsweise weniger als 150 Millionen Euro für das Gesamtjahr, ohne Berücksichtigung ausgleichender Maßnahmen wie Preisanpassungen. Außerdem geht dieser Ausblick davon aus, dass es zu keinen weiteren wesentlichen Störungen der Wirtschaft oder der Geschäftstätigkeit Umicores aufgrund geopolitischer Entwicklungen, der Pandemie oder zusätzlicher Engpässe in der Lieferkette kommt.

Es wird erwartet, dass die Automobilproduktion weiterhin durch die anhaltenden Lieferstörungen beeinträchtigt wird. Ungeachtet der damit verbundenen Unabsehbarkeit rechnet Umicore damit, weiterhin von der starken Marktposition bei Benzinkatalysatoranwendungen zu profitieren.

Unter Berücksichtigung der starken Leistung in der ersten Jahreshälfte und den aktuellen Annahmen zu den Volumina für das Jahr 2022 wird erwartet, dass das bereinigte EBIT im Geschäftsfeld Catalysis für das Gesamtjahr nahe den Rekordwerten von 2021 liegen wird – leicht über dem Konsens[2], trotz der Auswirkungen der Kosteninflation.

Basierend auf den Ergebnissen des ersten Halbjahres und in Erwartung einer Normalisierung bei Cobalt & Specialty Materials geht Umicore davon aus, dass das bereinigte EBIT im Geschäftsfeld Energy & Surface Technologies für das Gesamtjahr 2022 über dem Niveau des Vorjahres und über den aktuellen Konsenserwartungen[3]  liegen wird.

Umicore rechnet für das Geschäftsfeld Recycling für das gesamte Jahr 2022 mit einem bereinigten EBIT, das dem aktuellen Konsens[4]  entsprechen wird. Dies basiert auf der Annahme, dass die aktuellen Edelmetallpreise weiterhin bestehen bleiben. Dabei wird auch der voraussichtlich etwas verbesserte Angebotsmix im Bereich Precious Metals Refining im Vergleich zum ersten Halbjahr berücksichtigt.

Wie bereits angekündigt, wird erwartet, dass die Unternehmenskosten auch im Jahr 2022 über der Inflationsrate liegen werden, da Umicore sich der längerfristigen Innovation und Digitalisierung verschrieben hat und seine Systeme und Organisation auf die zukünftige Expansion vorbereitet.

Wichtigste Kennzahlen

Umsatz von € 2,1 Milliarden (-0 %) Operativer Cashflow von € 521 Millionen, einschließlich eines Anstiegs des Betriebskapitalbedarfs um € 152 Millionen;
freier operativer Cashflow von € 320 Millionen 
Bereinigtes EBITDA von € 601 Millionen (-21 %)

Investitionsausgaben betrugen € 190 Millionen 

Bereinigtes EBIT von € 461 Millionen (-26 %) F&E-Ausgaben von € 141 Millionen (+19 %)
EBIT-Bereinigungen i. H. v. - € 20 Millionen Netto-Finanzschulden i. H. v. € 955 Millionen, stabil gegenüber Ende 2021. Dies entspricht einem Verhältnis von Nettoverschuldung (letzte 12 Monate) zum bereinigten EBITDA von 0,88x.
ROCE (Kapitalrendite) von 20,8 % (im Vergleich zu 28,4 % im 1. Halbjahr 2021)

Ausschüttung einer Zwischendividende von  € 0,25 pro Aktie am 23. August 2022

Bereinigter Nettogewinn (Konzernanteil) von € 321 Millionen und bereinigter Gewinn pro Aktie € 1,34

„In einem Marktumfeld, das durch schwerwiegende externe Herausforderungen gekennzeichnet ist, haben wir das zweithöchste Halbjahresergebnis in der Geschichte Umicores erzielt, was eindeutig die Widerstandsfähigkeit und die starke Position unserer Geschäftsbereiche in unseren wichtigsten Endmärkten zeigt.

Außerdem haben wir uns klar auf unsere strategischen Ziele konzentriert und wichtige Fortschritte im Bereich Rechargeable Battery Materials erzielt, mit der Vorbereitung für die Ausweitung unserer Präsenz in der Wertschöpfungskette in Nordamerika und dem Aufbau neuer langfristiger, wertschaffender strategischer Kundenpartnerschaften. Trotz des derzeit schwierigen Marktumfelds blicke ich zuversichtlich auf die vor uns liegenden Chancen und unsere Fähigkeit, unsere ehrgeizige Strategie ‚Umicore 2030 – RISE’ umzusetzen”.

Mathias Miedreich, CEO of Umicore

Umicore gibt CFO-Nachfolge bekannt

Umicore gibt den Rücktritt und gleichzeitig die Nachfolge von Filip Platteeuw bekannt, der sich entschlossen hat, den Konzern nach fast 20 Jahren, davon die Hälfte der Zeit als Chief Financial Officer (CFO), zu verlassen, um sich anderen Interessen zu widmen. Im Rahmen eines geplanten Nachfolgeprogramms wird Wannes Peferoen, derzeit Senior Vice President des Umicore-Geschäftsbereichs Electro-Optic Materials, am 1. Oktober 2022 Filip Platteeuws Nachfolge antreten.  

Filip Platteeuw und Wannes Peferoen arbeiten eng zusammen, um eine reibungslose Übergabe zu gewährleisten. Nach seinem Rücktritt als CFO am 1. Oktober 2022 wird Filip Platteeuw den Übergang während eines Zeitraums von sechs Monaten weiter unterstützen.  

Wannes Peferoen begann seine berufliche Laufbahn bei Umicore vor fast 17 Jahren als Konzerncontroller, wobei er ein umfassendes Verständnis für die Umicore-Aktivitäten entwickelte. Er sammelte über zehn Jahre Erfahrung als Controller mehrerer Geschäftsbereiche. Dabei eignete er sich eine umfassende Expertise im Bereich Finanzcontrolling einschließlich strategischer Planung, Einführung neuer Systeme und Management finanzieller Risiken an. In den letzten fünf Jahren hatte Wannes Peferoen Positionen im General Management inne und kombinierte dabei seine Kenntnisse aus dem Finanzbereich mit soliden kommerziellen und unternehmerischen Erfahrungen zum Aufbau globaler Kundenpartnerschaften. 

„Filip Platteeuw war essentiell für die strategischen Entwicklungen und Umsetzungen Umicores. Seine Integrität und sein ausgewogenes Urteilsvermögen, seine umfassende Kenntnis des Unternehmens und der Finanzen sowie sein Engagement und seine wahre Partnerschaft haben dazu beigetragen, unseren Konzern für die nächste ehrgeizige Wachstumsphase vorzubereiten. Ich bin ihm sehr dankbar für seine unverzichtbaren Beiträge, auch zu unserer kürzlich eingeführten Strategie „Umicore 2030 – RISE“. Wir bedauern, dass er geht, wünschen ihm aber viel Erfolg bei seinen neuen Plänen.

Wir heißen Wannes Peferoen herzlich willkommen, der die Aufgaben zu einem spannenden Zeitpunkt für unseren Konzern übernehmen wird und damit auch für unsere Kunden und Investoren, die für die erfolgreiche Umsetzung unserer Strategie von entscheidender Bedeutung sein werden.“ 

Mathias Miedreich, CEO von Umicore

„Ich bin dankbar, dass ich seit fast 20 Jahren zu Umicore gehöre und den Wandel dieses Unternehmens miterlebt habe, der von so vielen talentierten Kolleginnen und Kollegen auf der ganzen Welt vorangetrieben wurde.

Ich fühle mich geehrt und bin dankbar dafür, dass ich fast zehn Jahre lang als CFO tätig war. Unsere kürzlich vorgestellte und ehrgeizige Strategie „Umicore 2030 – RISE“ markiert ein neues, spannendes Kapitel von Umicores Reise. Jetzt ist es an der Zeit, dass neue Talente diesen Wandel anführen. Ich habe volles Vertrauen in Wannes Peferoen und die Teams, dass sie die Ziele, die wir uns gemeinsam gesetzt haben, erreichen werden.“

Filip Platteeuw

[1] Umicore hat die Vara Research GmbH beauftragt, Brokerage-Analysten zu befragen, um die Konsenseinschätzung der Analysten für den Markt zur Verfügung zu stellen. Der aktuelle Konsens ist verfügbar unter https://vara-services.com/umicore/. Gemäß dem Konsens zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieser Mitteilung wird ein bereinigtes EBIT für die Umicore-Gruppe im Jahr 2022 von 828 Millionen Euro erwartet.

[2] Das bereinigte EBIT von Catalysis für das Geschäftsjahr 2021 belief sich auf 326 Millionen Euro. Der Konsens für das bereinigte EBIT von Catalysis im Jahr 2022 belief sich zum Zeitpunkt dieser Veröffentlichung auf 281 Millionen Euro.

[3] Das bereinigte EBIT von Energy & Surface Technologies belief sich im Geschäftsjahr 2021 auf 139 Millionen Euro. Der Konsens für das bereinigte EBIT von Energy & Surface Technologies im Jahr 2022 lag zum Zeitpunkt dieser Veröffentlichung bei 148 Millionen Euro.

[4] Der Konsens für das bereinigte EBIT von Recycling im Jahr 2022 lag zum Zeitpunkt dieser Veröffentlichung bei 475 Millionen Euro.

Hinweis: Alle Verweise auf den Umsatz in diesem Dokument beziehen sich auf den Umsatz ohne Metalle (d. h. alle Umsatzbestandteile abzüglich des Wertes der folgenden zugekauften Metalle: Au, Ag, Pt, Pd, Rh, Co, Ni, Pb, Cu, Ge).

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an

Britta Werner

Britta Werner

Ansprechpartnerin für Medienanfragen
T: +49 6181 59-4825
E-Mail