Umicore meldet außergewöhnlich starke Leistung für das erste Halbjahr 2021

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Starke Leistung aller Geschäftsbereiche führt zu Rekordergebnissen

Umicore erzielte in der ersten Jahreshälfte 2021 ein sehr starkes Ergebnis. Dieses spiegelt eine deutliche Erholung der Nachfrage der Automobilindustrie nach Materialien für saubere Mobilität wider, nachdem die Branche im vergangenen Jahr einen signifikanten Nachfragerückgang, ausgelöst durch die COVID-19-Pandemie, zu verzeichnen hatte. Außerdem haben Rekordpreise für Edelmetalle zu dem kräftigen Aufschwung beigetragen.

Im Vergleich zum ersten Halbjahr 2020 beliefen sich die Umsätze von Umicore in den ersten sechs Monaten auf 2,1 Milliarden Euro. Das entspricht einem Umsatzwachstum von 37 Prozent. Das bereinigte EBIT stieg um 157 Prozent auf 625 Millionen Euro. Das bereinigte EBITDA verdoppelte sich auf 762 Millionen Euro. Dies führte, zusammen mit einer vorübergehenden Verringerung des Betriebskapitals um 250 Millionen Euro, zu einem Free Cashflow in Rekordhöhe und einem Rückgang der Netto-Finanzschulden seit Ende 2020 um 0,4 Milliarden Euro auf etwas über 1 Milliarde Euro. Der bereinigte Nettogewinn des Konzerns hat sich mit 428 Millionen Euro nahezu verdreifacht. Der Aufsichtsrat beschloss die Ausschüttung einer Zwischendividende von 0,25 Euro je Aktie, wie in der im Februar angekündigten geänderten Dividendenpolitik vermerkt. 

Das Umsatzwachstum im Geschäftsfeld Catalysis lag deutlich über dem Wachstum des sich erholenden Automobilmarkts. Zurückzuführen ist das auf Marktanteilsgewinne im europäischen und chinesischen Markt für benzinbetriebene PKWs und leichte Nutzfahrzeuge, einen günstigen Plattformmix und eine starke Nachfrage nach Katalysatoren für schwere Nutzfahrzeuge mit Dieselantrieb sowie für Brennstoffzellen. Das bereinigte EBIT betrug 204 Millionen Euro verglichen mit 21 Millionen Euro in der ersten Hälfte des Vorjahres. Unterstützt wurde dies auch durch Kosteneinsparungen und ein hohes PGM*-Preisumfeld. 

Die Umsätze des Geschäftsfelds Energy & Surface Technologies stiegen aufgrund eines deutlich höheren Absatzes von Kathodenmaterialien im Geschäftsbereich Rechargeable Battery Materials, einer starken Erholung im Bereich Cobalt & Specialty Materials und einer starken Nachfrage im Bereich Metal Deposition Solutions. Die höheren Umsätze glichen die Zunahme der Fixkosten mehr als aus, was wie erwartet zu einem deutlichen Anstieg des bereinigten EBIT führte. 

Im Vergleich zu einem bereits sehr starken ersten Halbjahr 2020 verdoppelte sich das bereinigte EBIT im Geschäftsfeld Recycling nahezu. Das spiegelt die Rekordpreise für Edelmetalle, die starke Nachfrage in allen Endmärkten und Regionen, einen ausgezeichneten Liefermix und äußerst vorteilhafte Handelsbedingungen wider.  

Ausblick

Basierend auf der starken Leistung in der ersten Jahreshälfte und unter der Annahme, dass die Metallpreise für den Rest des Jahres auf dem derzeitigen Niveau bleiben, erwartet Umicore, dass das bereinigte EBIT für das Gesamtjahr 2021 leicht über 1 Milliarde Euro liegen wird. Dies entspricht der Ende April abgegebenen Prognose, die besagte, dass das bereinigte EBIT für 2021 bei annähernd 1 Milliarde Euro liegen dürfte. In diesem Ausblick für das Gesamtjahr ist ein außerordentlicher zusätzlicher Beitrag in Höhe von rund 250 Millionen Euro im Vergleich zu 2020 enthalten, der auf die höheren aktuellen Edelmetallpreise zurückzuführen ist. Wie bereits angekündigt, rechnet der Konzern damit, dass das bereinigte EBIT in der zweiten Jahreshälfte niedriger ausfällt als in den vergangenen sechs Monaten, die vom Anstieg der Edelmetallpreise profitierten. Die Prognose für das zweite Halbjahr beinhaltet die Auswirkungen des geplanten Wartungsstillstands in Hoboken und die derzeit erwarteten Auswirkungen der Halbleiterknappheit auf die Automobilproduktion.

Im Geschäftsfeld Catalysis wird Umicore die Automobilmarktentwicklung voraussichtlich weiterhin übertreffen und das bereinigte EBIT für das Gesamtjahr 2021 im Vergleich zu 2020  mehr als verdoppeln[1]. Der Umsatz des zweiten Halbjahres wird von der etwas schwächeren Nachfrage der Automobilindustrie aufgrund der anhaltenden Knappheit von Halbleitern beeinträchtigt werden. Darüber hinaus ist damit zu rechnen, dass der Absatz von Katalysatoren für schwere Nutzfahrzeuge mit Dieselantrieb durch die schrittweise Einstellung der Produktion von Katalysatoren, 

die der China-V-Gesetzgebung entsprechen, beeinträchtigt wird.

Im Geschäftsfeld Energy & Surface Technologies erwartet der Konzern für das Gesamtjahr 2021 ein deutliches Wachstum des bereinigten EBIT, das leicht über der aktuellen Markteinschätzung liegt[2]. Laut dem Konzern werden sich die im ersten Halbjahr besser als erwarteten Leistungen der Bereiche Cobalt & Specialty Materials und Metal Deposition Solutions voraussichtlich in der zweiten Jahreshälfte normalisieren. Deshalb sollten diese Ergebnisse nicht auf das zweite Halbjahr übertragen werden. Wie bereits im April angekündigt, geht Umicore für das Jahr 2021 von einem erheblichen Wachstum des Umsatzvolumens bei Kathodenmaterialien aus, das einen Anstieg der Fixkosten um 50 Millionen Euro mehr als kompensieren dürfte.

Das Geschäftsfeld Recycling wird 2021 voraussichtlich ein bereinigtes EBIT in außergewöhnlicher Höhe erreichen, das deutlich über dem des Vorjahres liegt[3]. Erreicht wird dies vor allem dank eines robusten operativen Geschäfts und starken Wachstums aller Geschäftsbereiche und Regionen sowie der Annahme, dass sich die aktuellen Edelmetallpreise für den Rest des Jahres in einem ähnlichen Preisumfeld bewegen. Die Ergebnisse des ersten Halbjahres sollten nicht auf das zweite Halbjahr hochgerechnet werden, da sie einen Höchstwert bei den Edelmetallpreisen beinhalteten und die Verfügbarkeit der Recyclinganlage in Hoboken aufgrund des geplanten Wartungsstillstands ab Mitte September geringer sein wird.

Wichtigste Kennzahlen

Umsatz von € 2,1 Milliarden (+37 %) Bereinigter Nettogewinn (Konzernanteil) von € 428 Millionen (+189 %) und bereinigter Gewinn pro Aktie € 1,78 (+187 %)
Bereinigtes EBITDA von € 762 Millionen (+103 %) Operativer Cashflow von € 836 Millionen (€ 275 Millionen im ersten Halbjahr 2020), einschließlich eines Rückgangs des Betriebskapitalbedarfs um € 30 Millionen; freier operativer Cashflow[1] von € 656 Millionen (€ 108 Millionen in 2020)
Bereinigtes EBIT von € 625 Millionen (+157 %) Die Investitionsausgaben betrugen € 166 Millionen (€ 152 Millionen im ersten Halbjahr 2020)
EBIT-Bereinigungen i. H. v. - € 39 Millionen, einschließlich einer zusätzlichen Rückstellung in Höhe von € 41 Millionen für die Einrichtung der Grünzone in Hoboken. Netto-Finanzschulden i. H. v. € 1.040 Millionen, gegenüber € 1.414 Millionen Ende 2020. Dies entspricht einem Verhältnis von Nettoverschuldung (letzte 12 Monate) zum bereinigten EBITDA von 0,87x.
ROCE (Kapitalrendite) von 28,4 % (im Vergleich zu 10,9 % im ersten Halbjahr 2020) Der Aufsichtsrat beschloss die Ausschüttung einer Zwischendividende von € 0,25 pro Aktie für den 24. August 2021.

CEO-Nachfolge

Nach seiner Ernennung durch den Aufsichtsrat zum CEO als Nachfolger von Marc Grynberg wird Mathias Miedreich seine neue Aufgabe bei Umicore offiziell ab dem 1. Oktober 2021 wahrnehmen. Die beiden werden für eine kurze Zeit zusammenarbeiten, damit eine optimale Einarbeitung von Mathias Miedreich und ein reibungsloser Übergang gewährleistet sind. 

Nachhaltigkeitsziele: Mutiger, besser und schneller, um die Branchen-führerschaft zu erhalten

Beim ersten Nachhaltigkeitsevent in der Geschichte Umicores am 2. Juni bekräftigte der Konzern die Selbstverpflichtung, Branchenführer im Bereich Nachhaltigkeit zu sein. Umicores Nachhaltigkeitsstrategie „Let's go for Zero“ zielt darauf ab, die Auswirkungen der Geschäftstätigkeit zu minimieren, gleichzeitig die positiven Effekte auf die Gesellschaft zu maximieren und allen Interessengruppen einen Mehrwert zu bieten. Die Strategie wird von einem verschärften Offenlegungs- und Governance-Ansatz untermauert, der die Unterstützung der TCFD (Task Force on Climate-related Financial Disclosures) und die Verknüpfung von ESG (Environmental, Social, Governance) mit der Vergütung von Führungskräften umfasst. Sie besteht aus drei Hauptsäulen: Netto-Null-Treibhausgasemissionen (THG) bis 2035, null Schäden, null Ungleichheit.

Let's go for Zero 

„Ich bin stolz auf die erzielten Leistungen im ersten Halbjahr 2021 und möchte allen Umicore-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeitern für ihr bemerkenswertes Engagement danken. Ihre Gesundheit und Sicherheit bleiben meine Priorität. Darüber hinaus bin ich stolz auf unsere ehrgeizige Nachhaltigkeits-Roadmap, die uns vom Rest unserer Branche abhebt. Sie geht Hand in Hand mit unserer Strategie, ein führendes Unternehmen in den Bereichen Materialien für saubere Mobilität und Recycling zu sein. Wir sind in einer ausgezeichneten Position, in der wir von der beschleunigten Elektrifizierung in der Automobilindustrie und der wachsenden Notwendigkeit einer Kreislaufwirtschaft profitieren können.“
Marc Grynberg, CEO von Umicore  

Weitere Informationen zur Veröffentlichung der Halbjahresergebnisse des Jahres 2021 finden Sie unter

https://www.umicore.com/en/investors/

*Platingruppenmetalle
[1] Das bereinigte EBIT bei Catalysis erreichte im Jahr 2020 154 Millionen Euro.
[2] Umicore hat die Vara Research GmbH beauftragt, Brokerage-Analysten zu befragen, um die Konsenseinschätzung der Analysten für den Markt zur Verfügung zu stellen. Der aktuelle Konsensus ist verfügbar auf https://vara-services.com/umicore/. Gemäß dem  Konsensus zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieser Mitteilung wird ein bereinigtes EBIT für Energy & Surface Technologies von 129 Millionen Euro erwartet.
[3] Das bereinigte EBIT von Recycling belief sich im Jahr 2020 auf 362 Millionen Euro.

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Britta Werner

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