Umicore und PowerCo gründen Joint Venture für die Produktion von Batteriematerialien in Europa

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Umicore und PowerCo gründen Joint Venture für die Produktion von Batteriematerialien in Europa

  • Einzigartige Partnerschaft in der europäischen Automobilindustrie: Umicore und PowerCo, das Batterieunternehmen des Volkswagen Konzerns, bauen Lieferkette für nachhaltige Batteriematerialien in industriellem Maßstab auf

  • Das Gemeinschaftsunternehmen investiert drei Milliarden Euro und plant, bis zum Ende des Jahrzehnts Batteriematerialien für 2,2 Mio. vollelektrische Fahrzeuge pro Jahr zu liefern

  • Das Joint Venture mit Sitz in Brüssel garantiert Umicore Zugang zum europäischen Markt für Kathodenmaterial für Elektrofahrzeuge und wird einen großen Teil des Bedarfs der Gigafabriken der PowerCo in Europa abdecken 

  • Wichtiger Meilenstein für den Green Deal der Europäischen Union


Brüssel/Salzgitter, 26. September 2022 – Umicore und PowerCo, das neue Batterieunternehmen des Volkswagen Konzerns, haben heute die Gründung eines Joint Venture für die Kathoden- und Vormaterialproduktion in Europa bekannt gegeben. Ab 2025 soll das Gemeinschaftsunternehmen die europäischen Batteriezellfabriken der PowerCo mit Schlüsselmaterialien versorgen. Bis zum Ende des Jahrzehnts wollen die Partner Kathoden- und Vormaterial für 160 Gigawattstunden Zellkapazität pro Jahr produzieren. Das entspricht einer jährlichen Produktionskapazität, die für rund 2,2 Millionen vollelektrische Fahrzeuge ausreicht. Kathodenmaterial ist für die Transformation zur Elektromobilität als zentraler technologischer Hebel für die Batterieleistung und als bedeutendster Kostenfaktor von entscheidender Bedeutung. 

Die langfristige Partnerschaft ist im Schwerpunkt auf die Produktion von Vor- und Kathodenmaterialien in Europa angelegt, die für die Batterie-Wertschöpfung von zentraler strategischer Bedeutung sind. Im Rahmen zusätzlicher Vereinbarungen werden Umicore und PowerCo auch bei der nachhaltigen und verantwortungsvollen Beschaffung von Rohstoffen zusammenarbeiten – in diesem Bereich ist Umicore ein Branchenführer. Vor diesem Hintergrund wird Umicore für die PowerCo auch Raffinations-Dienstleistungen erbringen. Auf Basis der Technologie und Expertise von Umicore streben beide Partner an, zu einem späteren Zeitpunkt Veredelungs- und Recyclingaktivitäten in das Joint Venture einzubringen. 

„Diese Partnerschaft stärkt und diversifiziert unser Engagement bei einem wichtigen Akteur in der EV-Wertschöpfungskette und stellt einen wichtigen Schritt in der Umsetzung unserer Strategie dar, wertschöpfende Partnerschaften über die gesamte Wertschöpfungskette von Batterien aufzubauen.

Es ist auch ein starkes Zeichen der Anerkennung unserer Produkt- und Prozessexpertise und belegt den Erfolg unserer Strategie, nachhaltige, großangelegte und in sich geschlossene Batteriematerial-Wertschöpfungsketten in Schlüsselregionen aufzusetzen.

Wir unterstützen unsere Kunden von Anfang an auf dem Weg in die Elektrifizierung ‒ und freuen uns sehr über die Partnerschaft mit PowerCo und darüber, Volkswagen bei seiner schnellen Transformation in Richtung nachhaltiger Elektromobilität begleiten zu dürfen.“

Mathias Miedreich, CEO von Umicore 

Thomas Schmall, Konzernvorstand Technik der Volkswagen AG und Aufsichtsratsvorsitzender der PowerCo SE, sagte bei der Unterzeichnung der Joint-Venture-Vereinbarung: „Kathodenmaterial ist für die Batterieproduktion ein unverzichtbarer strategischer Rohstoff, der für ungefähr 50 Prozent des Gesamtwerts der Zelle steht. Unmittelbarer und langfristiger Zugang zu umfangreicher Kapazität stellt daher einen klaren Wettbewerbsvorteil dar. Wir bauen eine nachhaltige und transparente Lieferkette mit hohen Umwelt- und Sozialstandards auf und verorten die Wertschöpfung hier in Europa.“

Das Joint Venture soll im Jahr 2025 die Produktion aufnehmen und zunächst die PowerCo-Zellfabrik in Salzgitter beliefern, um 2026 eine Kapazität von 40 Gigawattstunden jährlich zu erreichen. Beide Joint- Venture-Partner beabsichtigen, die jährliche Produktionskapazität bis Ende des Jahrzehnts je nach Markt- und Bedarfsentwicklung auf 160 Gigawattstunden zu erhöhen. Die Suche nach einem passenden Standort dauert noch an.

Gemäß der Vereinbarung werden die Partner das Gemeinschaftsunternehmen gemeinsam kontrollieren und Kosten, Investitionen, Einnahmen und Gewinne paritätisch teilen. Mit dem Joint Venture profitieren beide Unternehmen von signifikanten First-Mover-Vorteilen im schnell wachsenden europäischen Elektromobilitätsmarkt. Gemeinsam sollen drei Milliarden Euro in den Aufbau neuer Produktionskapazitäten für Batteriematerialien investiert werden. 

Die Partnerschaft wird Umicore durch verbindliche Take-or-Pay Vereinbarungen Zugang zu einem erheblichen Anteil des europäischen Marktes für Kathodenmaterial für E-Fahrzeuge sichern ‒ zu garantiert wertschöpfenden Erträgen. Sie gewährt PowerCo in erheblichen Umfang und zu wettbewerbsfähigen Preisen Zugang zu Umicores innovativem, nachhaltig beschafftem und maßgeschneidertem Hochleistungsbatteriematerial für die eigene Einheitszellenstrategie in Europa. PowerCo profitiert darüber hinaus von Umicores bewährter Produktions-Kompetenz und Upstream-Expertise. 

Das Joint Venture ist so konzipiert, dass die Profitabilitäts- und Renditekriterien beider Partner erfüllt sowie signifikante Synergie- und Skaleneffekte gehoben werden können. Umicores geistiges Eigentum und Know-how werden dem Joint-Venture per Lizenzvereinbarung zur Verfügung stehen, um die Position als Technologieführer zu sichern.

Ralph Kiessling, EVP Energy & Surface Technologies bei Umicore: „Im Zuge der Vereinbarung bringen wir unser langjähriges und bewährtes Know-how der Wertschöpfungskette für Batteriematerialien ein und erhalten im Gegenzug sicheren Zugriff auf erhebliche Absatzmengen. Darüber hinaus können wir durch das Joint Venture erhebliche Kosten- und Betriebssynergien in der Umicore Group realisieren. Das wird einen wichtigen Beitrag zur Erreichung der Ziele für die Rendite auf das eingesetzte Kapital bis 2030 leisten, die wir unlängst auf unserem Capital Markets Day genannt haben.” 

Frank Blome, CEO der PowerCo, sagte bei der Vertragsunterzeichnung: „Verfügbarkeit, Kosten und Leistungsfähigkeit von Batteriezellen sind wichtige Voraussetzungen für den erfolgreichen Hochlauf der E-Mobilität. Durch den Aufbau umfangreicher Produktionskapazitäten können wir die schnell steigende Nachfrage nach Batteriematerial bei unserem Hauptkunden Volkswagen AG volumenseitig und zu optimalen Kosten bedienen. Gleichzeitig wird die Wertschöpfung hier in Europa lokalisiert und eine nachhaltige, transparente Lieferkette mit hohen Umwelt- und Sozialstandards geschaffen.“

Jörg Teichmann, Chief Procurement Officer der PowerCo, betonte: „Wir gehen bei Batterien konsequent in Richtung ganzheitliche Wertschöpfung. Eine Zulieferindustrie für Batteriematerialien existiert heute noch nicht in der erforderlichen Größenordnung. Das ändern wir mit unserer langfristigen Partnerschaft mit Umicore als Weltmarktführer für Schlüsselmaterialien der Zellproduktion.“

V. l. n. r.: Thomas Schmall, Konzernvorstand Technik der Volkswagen AG und Aufsichtsratsvorsitzender der PowerCo SE, Jörg Teichmann, Chief Procurement Officer der PowerCo, Ralph Kiessling, EVP Energy & Surface Technologies bei Umicore, Mathias Miedreich, CEO von Umicore 

Die Transaktion unterliegt noch der Zustimmung der zuständigen Regulierungsbehörden und den üblichen Abschlussbedingungen. Der Name des Joint Ventures steht noch nicht fest und wird zu einem späteren Zeitpunkt bekannt gegeben.

Webcast und Telefonkonferenz für Analysten und Investoren

Um 9 Uhr MESZ findet eine Telefonkonferenz und ein Webcast für Analysten und Investoren statt, bei der Mathias Miedreich, CEO von Umicore, das Joint Venture erläutern wird.

An dieser Konferenz kann per Telefonkonferenz oder Audio-Webcast teilgenommen werden.

Teilnahme Telefonkonferenz  |  Teilnahme Live Audio Webcast

Wir bitten Sie, sich mindestens 10 Minuten im Voraus über einen der obigen Links einzuwählen. Wenn Sie sich registriert haben, erhalten Sie eine Einwahlnummer und einen PIN-code zur Teilnahme an der Konferenz.

 
Pressekonferenz 

Heute um 10:00 Uhr MESZ findet eine Telefonkonferenz für die Medien statt. 

Teilnahme Pressekonferenz

 

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Die Telefonkonferenz und der Webcast, die von Umicore veranstaltet werden, werden aufgezeichnet. Die Audio- und visuelle Aufzeichnung der Live-Telefonkonferenz und des Webcasts umfasst alle Dokumente und Materialien, die während der Live-Veranstaltung ausgetauscht oder eingesehen werden, Fragen, die von den Teilnehmenden während der Live-Veranstaltung gestellt werden, und die Niederschrift. Eine solche Aufzeichnung wird von Umicore aufbewahrt und kann anschließend von Umicore an andere interessierte Parteien weitergegeben oder von Umicore im öffentlichen Bereich verwendet werden, jeweils mit dem Ziel, interessierten Parteien gleichen Zugang zu Informationen und gleiche Wettbewerbsbedingungen zu bieten. Die rechtmäßige Grundlage für die Verarbeitung der in der Aufzeichnung enthaltenen personenbezogenen Daten sind legitime Interessen, so dass Sie nicht aufgefordert werden, einer solchen Verarbeitung ausdrücklich zuzustimmen. Teilnehmende, die nicht aufgezeichnet werden möchten, haben die Möglichkeit, ihr Mikrofon stumm zu schalten, ihre Webcam auszuschalten und/oder keinen Beitrag zu leisten. Alle personenbezogenen Daten, die in der Aufzeichnung enthalten sind, werden von Umicore in Übereinstimmung mit der Datenschutzrichtlinie gespeichert und verarbeitet, die auf unserer Website http://www.umicore.com/ eingesehen werden kann. Wenn Sie Fragen zu den oben genannten Punkten haben, können Sie sich über data_protection@umicore.com an den Datenschutzbeauftragten von Umicore wenden. „Umicore“ bezieht sich auf Umicore, NV, ein Unternehmen mit eingetragenem Sitz in Broekstraat 31, 1000 Brüssel, Belgien, mit der Unternehmensnummer 401.574.852

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