Umicore konsolidiert deutsche Autoabgaskatalysator-Produktion

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Die Recycling- und Materialtechnologie-Gruppe Umicore hat heute bekannt gegeben, die deutsche Produktion von Autoabgaskatalysatoren in einem Werk zu konsolidieren. Das Unternehmen betreibt in Deutschland derzeit zwei Produktionsstandorte für Autoabgaskatalysatoren – einen in Rheinfelden sowie ein neueres Werk im 15 km entfernten Bad Säckingen. Der Plan sieht vor, die Produktion aus dem Werk Rheinfelden im Laufe der nächsten drei Jahre nach Bad Säckingen zu überführen. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beider Werke wurden heute im Rahmen einer Betriebsversammlung über die geplante Konsolidierung informiert.

Umicore hat das Werk in Bad Säckingen im Jahr 2013 in Betrieb genommen und beschäftigt dort derzeit 70 Mitarbeiter. Der Standort wurde entwickelt, um Umicore zu ermöglichen, der wachsenden Nachfrage nach Autoabgaskatalysatoren in Europa gerecht zu werden. Der Standort ist auf die Produktion einer Reihe spezifischer Katalysatoren ausgerichtet. Diese ermöglichen Umicores Kunden aus der Automobilindustrie, neue Emissionsanforderungen sowohl für Benzin- als auch Dieselmotoren zu erfüllen. Das Produktportfolio des Werkes wird durch weitere Standorte ergänzt, an denen Umicore in Europa Autoabgaskatalysatoren produziert.

Bad Säckingen bietet im Vergleich zu seinem Schwesterwerk in Rheinfelden eine Reihe von Vorteilen. Der Standort verfügt über ausreichend Platz zur Erweiterung der Produktionskapazitäten um neueste Technologien und ist im vollständigen Besitz von Umicore, während im Rheinfeldener Werk teilweise gemietete Räumlichkeiten genutzt werden. Die Konsolidierung wird die Wettbewerbsfähigkeit von Umicores Produktionsaktivitäten weiter verbessern sowie die kontinuierliche und wertvolle industrielle Präsenz in unmittelbarer Nähe der deutschen Automobilindustrie gewährleisten.

Die aktuellen Pläne sehen eine Erhöhung der Belegschaft am Standort Bad Säckingen von 70 auf etwa 180 Beschäftigte vor. Die Nähe der beiden Werke erlaubt, dass ein Teil der 300 Mitarbeiter, die derzeit in Rheinfelden beschäftigt sind, an den erweiterten Standort Bad Säckingen versetzt wird. Umicore wird mit den Sozialpartnern zusammenarbeiten, um sicherzustellen, dass der Stellenabbau so gering wie möglich ausfällt. Dies soll unter anderem durch Ruhestand oder Vorruhestandsregelungen sowie den Ablauf befristeter Verträge erreicht werden. Ziel ist, die Zahl betriebsbedingter Kündigungen zu minimieren, diese fallen dann unter das Dach eines Sozialplans, der gemeinsam mit dem Betriebsrat erarbeitet wird.

Udo Schühlein, Umicore-Werksleiter in Rheinfelden und Bad Säckingen, erklärt zu den Plänen: „Der Standort Bad Säckingen ist bereit für eine erhebliche Erweiterung. Während wir die notwendige Schließung des Werks Rheinfelden und die damit verbundenen sozialen Auswirkungen bedauern, möchten wir mit unseren Sozialpartnern eng zusammenarbeiten, um diese Auswirkungen zu begrenzen und ein angemessenes Ergebnis für alle Parteien zu garantieren. Dieser Plan bietet die beste Möglichkeit, nachhaltiges Wachstum zu erzielen und die ständige Präsenz einer großen Autoabgaskatalysatorproduktion in Deutschland zu gewährleisten."

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