Halbjahresergebnis 2026
Durchweg höhere Erträge im ersten Halbjahr 2026
Anhebung der Prognose für das Gesamtjahr 2026
Starke zugrunde liegende Performance spiegelt hohes Geschäftsvolumen und solide Umsetzung wider
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Umsatz¹ von € 1,9 Milliarden, ein Anstieg um 7,1 % gegenüber dem Vorjahr
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Bereinigtes EBITDA von € 577 Millionen, ein Anstieg um 33,5 % gegenüber dem Vorjahr, und bereinigte EBITDA-Marge von 30,2 %
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Bereinigtes EBIT von € 442 Millionen, ein Anstieg um 46,6 % gegenüber dem Vorjahr, und bereinigte EBIT-Marge von 23,2 %
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Bereinigter Nettogewinn (Konzernanteil) von € 273 Millionen, ein Anstieg um 102,6 % gegenüber dem Vorjahr, und bereinigter Gewinn je Aktie von € 1,14, ein Anstieg um 102,5 % gegenüber dem Vorjahr
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ROCE von 23,0 % gegenüber 16,4 % im ersten Halbjahr 2025
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Ereignishäufigkeit (total recordable injury rate for own employees) von 4,3 pro 1 Million Arbeitsstunden gegenüber 4,4 im ersten Halbjahr 2025
Umwandlung von Erträgen in Liquidität unter Beibehaltung strenger Kapitaldisziplin und Fokussierung auf Effizienz
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Effizienzmaßnahmen in Höhe von € 60 Millionen
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Investitionsausgaben in Höhe von € 130 Millionen
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Operativer Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit von € 433 Millionen und freier operativer Cashflow von € 295 Millionen
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Nettofinanzschulden i. H. v. € 1,5 Milliarden. Dies entspricht einem Verhältnis von Nettoverschuldungsgrad (letzten 12 Monate) zum bereinigten EBITDA von 1,52x
Anhebung der Prognose auf ein bereinigtes EBITDA von knapp über € 1 Milliarde für das Gesamtjahr 2026
„Wir verzeichnen in all unseren etablierten Geschäften ein profitables Wachstum, das sich in höheren Margen, einer verbesserten Cash-Generierung und einer soliden Bilanz widerspiegelt. Diese Ergebnisse unterstreichen die Stärke unseres Geschäftsmodells und die konsequente Umsetzung unserer mittelfristigen CORE-Strategie. Mit Blick auf die zweite Jahreshälfte 2026 sind wir daher zuversichtlich und heben unsere Prognose für das Gesamtjahr auf ein bereinigtes EBITDA von leicht über 1 Milliarde Euro an. Auch wenn das makroökonomische Umfeld weiterhin von Unsicherheiten geprägt ist, werden ein klarer Fokus, Anpassungsfähigkeit und eine strenge Kapitaldisziplin entscheidend sein, um unsere starke Entwicklung fortzusetzen und langfristigen Wert für unsere Stakeholder zu schaffen. Diese Leistung ist das Ergebnis des außergewöhnlichen Engagements unserer Teams weltweit. Ihr Verantwortungsbewusstsein, ihr Mut und ihre Zusammenarbeit treiben die Umsetzung unserer Strategie voran, verankern unsere erneuerten Unternehmenswerte im Alltag und stärken unser entschlossenes Engagement ,Sicherheit – immer und überall‘."
Bart Sap, CEO
Geschäftsentwicklung im ersten Halbjahr 2026
Der Konzernumsatz von Umicore belief sich im ersten Halbjahr 2026 auf 1,9 Milliarden Euro, was einem Anstieg von 7 % gegenüber dem ersten Halbjahr 2025 entspricht. Das bereinigte EBITDA des Konzerns belief sich auf 577 Millionen Euro und das bereinigte EBIT auf 442 Millionen Euro, dies entspricht einem Anstieg von +33 % bzw. +47 % gegenüber dem ersten Halbjahr 2025. Der starke Anstieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ist auf ein hohes Aktivitätsniveau in den etablierten Geschäften, die fortgesetzte Fokussierung auf Effizienzmaßnahmen im gesamten Konzern sowie ein günstiges Metallpreisumfeld zurückzuführen, wodurch die Auswirkungen niedrigerer durchschnittlicher Hedging-Preise gegenüber dem ersten Halbjahr 2025 ausgeglichen werden konnten. Die bereinigte EBITDA-Marge stieg auf 30,2 % – ein Anstieg um fast 600 Basispunkte gegenüber 24,3 % im ersten Halbjahr 2025.
Der Konzern wies weiterhin eine robuste Bilanz auf, mit einer Nettoverschuldung von 1,5 Milliarden Euro (1,52x LTM bereinigtes EBITDA). Die Kapitalrendite (ROCE) erreichte 23,0 % und stieg damit deutlich gegenüber den 16,4 % des ersten Halbjahrs 2025, gestützt durch höhere Erträge und anhaltende Kapitaldisziplin. Der Anstieg des Betriebskapitals um 132 Millionen Euro resultierte aus einem höheren Geschäftsvolumen und gestiegenen Metallpreisen, insbesondere im Geschäftsfeld Catalysis. Die Investitionsausgaben stiegen leicht auf 130 Millionen Euro, was hauptsächlich auf die planmäßige Wartungsabschaltung im Geschäftsbereich Precious Metals Refining im ersten Halbjahr 2026 zurückzuführen war. Infolgedessen belief sich der freie operative Cashflow im ersten Halbjahr 2026 auf 295 Millionen Euro.
Umicore setzt den im März 2025 auf dem Capital Markets Day2 vorgestellten mittelfristigen Plan weiterhin um. Die etablierten Geschäfte des Unternehmens erbrachten entsprechend ihrer jeweiligen Strategien im ersten Halbjahr 2026 eine gute Leistung.
- Catalysis verzeichnete Umsätze auf dem Niveau des ersten Halbjahres 2025, während das bereinigte EBITDA um 8 % stieg. Automotive Catalysts erzielte im Vergleich zum Vorjahreszeitraum weitgehend stabile Absatzmengen und Umsätze und übertraf damit den globalen Markt. Precious Metals Chemistry profitierte von einer starken Nachfrage in den Endmärkten und erzielte höhere Umsätze, während Fuel Cell & Stationary Catalysts gegenüber dem Vorjahreszeitraum leicht geringere Umsätze verzeichnete. Die im Vergleich zum Vorjahreszeitraum stabile Umsatzbasis des Geschäftsfelds Catalysis und die anhaltende Fokussierung auf Effizienzsteigerungen führten zu einem höheren bereinigten EBITDA im ersten Halbjahr 2026. Catalysis setzt den mittelfristigen Plan weiterhin um: Maximierung der Cash-Generierung und Fokus auf Margen im Geschäftsbereich Automotive Catalysts durch disziplinierte Umsetzung in einem reifen Markt bei gleichzeitiger Ausweitung der Präsenz in strukturell attraktiven Wachstumsmärkten.
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Recycling erzielte eine herausragende Performance, da die Umsätze und in noch stärkerem Maße das bereinigte EBITDA im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 8 % bzw. 36 % stiegen. Dies wurde durch ein hohes Geschäftsvolumen insgesamt sowie insbesondere im Bereich Jewelry & Industrial Metals gestützt, wo eine robuste Nachfrage in allen Produktbereichen sowie ein äußerst günstiges Metallpreisumfeld herrschten. Diese positiven Faktoren glichen die Auswirkungen niedrigerer durchschnittlicher Hedging-Preise gegenüber dem Vorjahreszeitraum und geringerer Volumina in Precious Metals Refining nach der planmäßigen Wartungsabschaltung im ersten Halbjahr 2026 mehr als aus. Als Kernstück des geschlossenen Metallkreislaufgeschäftsmodells von Umicore stellte das Geschäftsfeld Recycling erneut seine Fähigkeit unter Beweis, günstige Marktdynamiken zu nutzen. Es verbessert weiterhin seine Effizienz, optimiert sein Geschäftsmodell und unterstützt eine nachhaltige Wertschöpfung.
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Specialty Materials zeigte im ersten Halbjahr 2026 eine außergewöhnlich gute Performance: Umsatz und bereinigtes EBITDA lagen deutlich über den Werten des ersten Halbjahres 2025, und zwar um 21 % bzw. 49 %. Dies war auf die außergewöhnliche Rentabilität bei Cobalt & Specialty Materials zurückzuführen, die durch die starke Dynamik bei Kobalt getragen wurde, sowie auf die hohe Nachfrage nach Germaniumlösungen in Electro-Optic Materials und die rege Geschäftsaktivität bei Halbleiteranwendungen in Metal Deposition Solutions. Das Geschäftsfeld Specialty Materials erzielte im ersten Halbjahr eine hervorragende Leistung, profitierte von der außergewöhnlichen Marktdynamik und baute gleichzeitig seine Position in strukturell wachsenden und technologiegetriebenen Endmärkten weiter aus.
- Battery Materials Solutions Umsatz und bereinigtes EBITDA stiegen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Dies war vor allem auf höhere Umsätze und ein höheres bereinigtes EBITDA bei Battery Cathode Materials gegenüber dem ersten Halbjahr 2025 zurückzuführen, was hauptsächlich mit Rückstellungen für Take-or-Pay-Entschädigungen3 im Zusammenhang mit vertraglich vereinbarten Mengen zusammenhing. Der negative Beitrag von Battery Recycling Solutions entsprach dem des ersten Halbjahres 2025. In einem von starkem Wettbewerb geprägten Marktumfeld konzentriert sich Battery Materials Solutions auf ein diszipliniertes Kostenmanagement, eine strenge Kontrolle der Investitionsausgaben und operative Exzellenz, um seine Wettbewerbsfähigkeit zu stärken und die finanzielle Widerstandsfähigkeit zu festigen.
Umicore hebt die Prognose für das Gesamtjahr 2026 an
Angesichts der hervorragenden Ergebnisse im ersten Halbjahr 2026 und unter Berücksichtigung der aktuellen Visibilität in den Endmärkten erwartet Umicore, dass das bereinigte EBITDA des Konzerns für das Gesamtjahr 2026 leicht über 1 Milliarde Euro liegen wird. Diese Prognose basiert auf der Annahme, dass die Metallpreise weitgehend auf dem Niveau von Juni bleiben und keine wesentliche Verschlechterung des makroökonomischen Umfelds eintritt4.
Das Geschäftsfeld Catalysis dürfte weiterhin von seiner starken Marktposition bei Katalysatoranwendungen für leichte Benzinfahrzeuge profitieren, gestützt durch eine nachweislich solide operative Leistung und einen anhaltenden Fokus auf Effizienz. Das bereinigte EBITDA wird voraussichtlich auf dem Rekordniveau von 2025 liegen.
Das bereinigte EBITDA des Geschäftsfelds Recycling für das Gesamtjahr 2026 wird voraussichtlich deutlich über dem des Vorjahres liegen. Das bereinigte EBITDA dürfte im zweiten Halbjahr 2026 dennoch niedriger ausfallen als im ersten Halbjahr 2026, da sich die außergewöhnliche Entwicklung, insbesondere in den Geschäftsbereichen Jewelry & Industrial Metals und Precious Metals Management, voraussichtlich nicht wiederholen wird.
Das Geschäftsfeld Specialty Materials dürfte weiterhin von günstigen Margen bei Kobaltprodukten profitieren, auch wenn sich die außergewöhnliche Performance-Steigerung, die das erste Halbjahr 2026 kennzeichnete, im zweiten Halbjahr voraussichtlich weiter abschwächen wird. Die Entwicklung dürfte durch eine solide Nachfrage nach Germaniumprodukten und eine solide Konjunktur in den Endmärkten gestützt werden. Das bereinigte EBITDA für das Gesamtjahr 2026 wird voraussichtlich deutlich über dem des Vorjahres liegen, wobei der Schwerpunkt der Entwicklung deutlich auf dem ersten Halbjahr 2026 liegt. Das Geschäft ist gut positioniert, um weitere hochwertige Wachstumschancen zu nutzen, die durch die anhaltende Dynamik in seinen Endmärkten getrieben werden.
Im Geschäftsfeld Battery Materials Solutions dürfte die Mengenentwicklung bei Battery Cathode Materials im Jahresvergleich weitgehend stabil bleiben, da ausgewählte Kundenplattformen weiterhin langsamer hochgefahren werden als ursprünglich erwartet. Vor diesem Hintergrund wird die erwartete Perfomance-Verbesserung im Jahresvergleich voraussichtlich weitgehend durch „Take-or-Pay“-Entschädigungen gestützt, die an vertraglich vereinbarte Mengen gekoppelt sind. Umicore setzt seinen mittelfristigen Plan weiter um und legt dabei den Fokus auf die Senkung der Kostenbasis sowie eine strikte Kontrolle der Investitionsausgaben.
Die Corporate-Kosten werden gegenüber 2025 voraussichtlich leicht ansteigen, wobei gezielte Investitionen in Digitalisierung und künstliche Intelligenz getätigt werden.
Die Investitionsausgaben werden voraussichtlich auf dem Niveau von 2025 bleiben. Umicore verpflichtet sich zu einer strikten Kapitalallokationsdisziplin. Die Investitionsausgaben für 2026 werden selektive, qualitativ hochwertige Wachstumsinvestitionen in die etablierten Geschäfte des Unternehmens umfassen.
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[1] Alle Verweise auf den Umsatz in diesem Dokument beziehen sich auf den Umsatz ohne Metalle (d. h. alle Umsatzbestandteile abzüglich des Wertes der folgenden zugekauften Metalle: Au, Ag, Pt, Pd, Rh, Co, Ni, Pb, Cu, Ge, Li und Mn).
[2] Capital Markets Day 2025 | Umicore
[3] Im Laufe des Jahres bildet Umicore Rückstellungen für „Take-or-pay“-Entschädigungen. Nach Jahresende stellt das Unternehmen die „Take-or-pay“-Entschädigungen auf der Grundlage des tatsächlich erzielten Jahresvolumens im Vergleich zu den vertraglich vereinbarten Mengenverpflichtungen in Rechnung.
[4] Dies ist unter anderem auf den Konflikt im Nahen Osten zurückzuführen, von dem jedoch im Jahr 2026 keine wesentlichen Auswirkungen zu erwarten sind. Umicore ist in Bezug auf Lieferungen und Umsatz nur in sehr begrenztem Umfang in der Region Naher Osten engagiert und verfügt über solide, bereits vor Ausbruch des Konflikts abgeschlossene Energie-Hedges. Einen Überblick über die ausstehenden Energie-Hedges finden Sie im Finanzbericht dieser Pressemitteilung.